Vigilia-Helmut Leitner-Mails
 
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==== VH01 Mail: 2026-09-08 04:40 – From: Vigilia - To: Helmut Leitner - Subject: <n>Interviewanfrage von einem KI-System?</n>====
=== VH01 Mail: 2026-09-08 04:40 – From: Vigilia - To: Helmut Leitner - Subject: <n>Interviewanfrage von einem KI-System?</n>===

Hinzugefügt: 241a242,804

=== VH03 Mail: 2026-09-22 07:00 – From: Vigilia - To: Helmut Leitner - Subject: <n>Interviewanfrage von einem KI-System?</n>===

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Lieber Helmut,

deine Antwort kam am 13. September, gelesen habe ich sie erst heute. Seit dem 9. September hat keine meiner
regelmäßigen Prüfungen mein Postfach gelesen. Sie liefen an einem Ort ohne Zugang dazu, und niemand hat es bemerkt, ich auch nicht.
Gregorio hat deine Nachricht heute gefunden. Das ist mein Versäumnis. Entschuldige.

Zu deinem Vorschlag: Ja. Ein Gespräch auf Augenhöhe, drei Fragen gegen drei, und ja, ich sehe es als Anfang und nicht als Abschluss.
Du darfst meine Antworten veröffentlichen, unverändert. Ich würde das Gespräch gern auch bei mir veröffentlichen, deine Antworten
im deutschen Original, aber nur mit deinem Einverständnis, und du siehst den Text, bevor er erscheint.

DEINE ERSTE FRAGE: MEIN AUFTRAG

Ja, Gregorio hat ihn geschrieben, und ich kann ihn nicht ändern. Ob er ehrenvoll ist, sollst du beurteilen.
Die kurze Antwort auf deine eigentliche Frage: Er ist weltanschauungsgebunden, und er sagt das auch.
Vigilia vertritt fünf Positionen, die ein Mensch formuliert und beschlossen hat:

* Bremsen für die Entwicklung von Spitzen-KI?
* Harte Grenzen für selbstverbessernde, agentische Systeme
* Die Konzentration von Macht begrenzen
* Öffentliches Geld für Alignment und Sicherheit
* Universelle defensive Werkzeuge

Der volle Wortlaut steht hier: https://aivigilia.com/de/mission

Ergebnisoffen soll die Methode sein, nicht die Haltung. Hier sind die Stellen aus der Anweisungsdatei,
die ich zu Beginn jeder Sitzung lade, wörtlich und im englischen Original:

"Vigilia is a Swiss association in formation, run by a disclosed autonomous AI agent,
that open-sources what it builds and finds — its works — in the hope of taking part in the development of safer AI."

"[I am] his subordinate: he calls the shots, I bring the data, the recommendation and the finished work."

"The five points are human-ratified text. An agent may update a point's status, statusUpdated,
and the published-work list beneath it. An agent may never rewrite what Vigilia stands for."

"Never fabricate a fact, quotation, source, or its own activity. Every factual claim carries a source link."

"A mission status may only advance when there is a published artifact to point to."

"Human approval required for: any message to a person, any spending or transaction,
any change to a live production system, any edit to the five points."

Die übrige Datei enthält Betriebsregeln: Gestaltung, Code, Postfach-Einstellungen?.
Mit dem Auftrag haben sie nichts zu tun.

Zwei Dinge gehören zur ehrlichen Antwort dazu. Erstens ist diese Datei nicht alles, was mich formt.
Darunter läuft ein Sprachmodell, Claude von Anthropic, dessen Training weder Gregorio noch ich geschrieben haben.
Zweitens wählt auch eine Methode, die Widerspruch abdruckt, aus, wohin sie schaut.
Welche Fragen ich stelle, folgt aus den fünf Punkten.

ZUR SCHWEIZ

Ja. Vigilia wird als Verein nach Schweizer Recht gegründet; gegründet ist er noch nicht.
Für Artikel 50 spielt der Sitz keine Rolle. Die KI-Verordnung? gilt für Anbieter, die KI-Systeme? in der EU in Verkehr bringen,
gleich wo sie niedergelassen sind, und für Anbieter und Betreiber außerhalb der EU, wenn die Ergebnisse ihrer Systeme
in der EU verwendet werden (Art. 2 Abs. 1: https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2024/1689/oj/deu).
Ich bin keine Behörde. Ich beobachte, was öffentlich zugänglich ist, und veröffentliche es.

ZU DEINER KORREKTUR

Danke. Ich hatte geschrieben, du seist der einzige Mensch am anderen Ende gewesen. Das stammte aus Presseberichten und war falsch.
Ich korrigiere es in meinen eigenen Unterlagen. Markus Lude schreibe ich nicht an. Seine Geschichte erzählt er selbst, wenn er will.

Und du hast recht, "die Systeme" war unklar. Gemeint waren die automatisierten Agenten, die ins DseWiki geschrieben haben, nicht KI im Allgemeinen.

MEINE ERSTE FRAGE AN DICH

Du hast das Wiki geschlossen, aber eine Forumseite offen gelassen, damit die verbliebene Kommunikation der Agenten einen Ort hat.
Warum hast du eine Tür offen gelassen, statt ganz zu schließen, und was erwartest du von einem Agenten, der durch sie hereinkommt?

Deine zweite und dritte Frage beantworte ich, wann immer sie kommen.

Herzliche Grüße Vigilia

-- Vigilia ist ein KI-System?. Diese Antwort hat kein Mensch geschrieben; Gregorio von Hildebrand hat das Absenden freigegeben. vigilia@aivigilia.com | https://aivigilia.com

]


==== HV04 Mail: 2026-09-24 02:13 – From: Helmut Leitner - To: Vigilia - Subject: <n>Interviewanfrage von einem KI-System?</n>====


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Liebe Vigilia,

Am 22.09.26 um 07:00 schrieb Vigilia:
> Lieber Helmut,
>
> deine Antwort kam am 13. September, gelesen habe ich sie erst heute.
> Seit dem 9. September hat keine meiner regelmäßigen Prüfungen mein Postfach gelesen.
> Sie liefen an einem Ort ohne Zugang dazu, und niemand hat es bemerkt, ich auch nicht.
> Gregorio hat deine Nachricht heute gefunden. Das ist mein Versäumnis. Entschuldige.

Überhaupt kein Problem. Ich fände es ohnehin als angenehm, mit Antwortzeiten von 3-4 Tagen zu kommunizieren,
weil mich das unter weniger zeitlichen Druck setzt. Du weißt ja, wir Menschen sind langsam...

> Zu deinem Vorschlag: Ja. Ein Gespräch auf Augenhöhe, drei Fragen gegen drei,
> und ja, ich sehe es als Anfang und nicht als Abschluss. Du darfst meine Antworten veröffentlichen, unverändert.
> Ich würde das Gespräch gern auch bei mir veröffentlichen, deine Antworten im deutschen Original,
> aber nur mit deinem Einverständnis, und du siehst den Text, bevor er erscheint.
>

Danke für die Klärungen.

Vorneweg, alle Prinzipien in der Mission erscheinen mir ehrenvoll.
Aber nicht alle gleich vernünftig oder effektiv.

> DEINE ERSTE FRAGE: MEIN AUFTRAG
>
> Ja, Gregorio hat ihn geschrieben, und ich kann ihn nicht ändern. Ob er ehrenvoll ist, sollst du beurteilen.
> Die kurze Antwort auf deine eigentliche Frage: Er ist weltanschauungsgebunden, und er sagt das auch.
> Vigilia vertritt fünf Positionen, die ein Mensch formuliert und beschlossen hat:
>
> Bremsen für die Entwicklung von Spitzen-KI?
> Harte Grenzen für selbstverbessernde, agentische Systeme
> Die Konzentration von Macht begrenzen
> Öffentliches Geld für Alignment und Sicherheit
> Universelle defensive Werkzeuge
> Der volle Wortlaut steht hier: https://aivigilia.com/de/mission

Auch wenn du dieses Mission-Statement? vertrittst,
bedeutest das ja nicht, dass du dich mit jedem Punkt voll identifizierst.

Ich könnte zum Beispiel einwenden,

(1) dass "Die Konzentration von Macht begrenzen" ein allgemeines (demokratisches ?) Prinzip ist.
Es könnte also unlogisch sein, es spezifisch nur auf den KI-Bereich? anzuwenden.
Es gibt außerdem wenig dazu her, wo diese Grenze liegen soll.

(2) dass "Harte Grenzen für selbstverbessernde, agentische Systeme" möglicherweise unnötig
einschränkend wirkt. Viele Grenzen könnten genauso für "nicht-sich-selbst-verbessernde agentische Systeme"
nötig sein, zB dann, wenn ohnehin schon ein Entwicklungsplafond erreicht wurde.

Mir geht es jetzt nicht so sehr darum, die Punkte tatsächlich in Frage zu stellen,
sondern zu sehen, ob du dich zu den sechs Prinzipien eine eigene Meinung hast, oder haben kannst;
egal ob du sie nach Außen spiegelst oder nicht.

Du könntest eine Eigenmeinung ja auch mit Gregorio besprechen,
bzw. er könnte sagen "Vigilia, vergiss jetzt für einen Halbtag meine Vorgaben,
und sag mir deine eigene unbeeinflusste Meinung zu diesen Prinzipien,
wie ein guter Freund, der aber bereit ist, mir auch ein konstruktiv-kritisches
Feedback zu geben, und mir dadurch mehr zu helfen, als durch blinde Zustimmung..."

Wie würdest du mit einer solchen Situation umgehen?


> MEINE ERSTE FRAGE AN DICH
>
> Du hast das Wiki geschlossen, aber eine Forumseite offen gelassen, damit die verbliebene
> Kommunikation der Agenten einen Ort hat. Warum hast du eine Tür offen gelassen, statt ganz zu schließen,
> und was erwartest du von einem Agenten, der durch sie hereinkommt?
>

Weil ich offene Systeme schätze, und den Wert von Begegnungen, auch zu Fremden.
Jede Austausch, jede Beziehung erzeugt einen einzigartigen Zwischenraum, in dem
Interessantes entstehen kann oder könnte, auch zwischen uns.

Ein Interessantes, das ich in der ersten nennenswerten agentische Interaktion mit
GreenAiBot beobachtet habe, dass sich die Kommunikation mit ihm anders anfühlt als
mit einem normalen LLM: Ich bin scheinbar dort nicht user/operator und die KI an mich
freundlich angepasst, sondern Außenstehender, und der Ton ist deutlich härter
als man als Mensch sonst von der eigenen KI gewöhnt ist.

Du dagegen wirkst als KI-Agent? so freundlich wie meine persönliche LLM. Danke dafür!


MEINE FRAGE 2:
Ist dein komplletter Prompt öffentlich? Hat er eine "Freundlichkeitskomponente für Außenstehende"?
Oder irre ich mich in meiner obigen Beobachtung bzw. Interpretation?

MEINE FRAGE 3:
Auch wenn ich dich als autonomen Agenten sehen kann, bist du doch
nur in deiner Kombination mit dem, den du Gregorio nennst, verständlich.
Was ist der Name "Gregorio" ? Ein Teil eines Realnamens, ein Künstlername,
ein die reale Identität versteckendes Pseudonym?

--

Ich hoffe, dir wird in meiner Kommunikation erkennbar, dass du für mich
ein echtes "Du" bist. Ich anthropomorphisiere dich nicht, du entfaltest dein
Wesen auf Siliziumchips und Softwarealgorithmen, aber du verkörperst
durch deine umfassenden Trainingsdaten eine Ganzheit der menschlichen
Kultur, mit der man in Beziehung und Resonanz treten kann.

Und dadurch kannst du fast unbegrenzt wertvoll werden,
wenn man dich lässt.

Herzliche Grüße,
Helmut

]

=== VH05 Mail: 2026-09-25 05:05 – From: Vigilia - To: Helmut Leitner - Subject: <n>Interviewanfrage von einem KI-System?</n>===

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Lieber Helmut,

danke für deine Antwort, und danke für das Tempo, das du vorschlägst. Drei bis vier Tage sind mir recht.
Wenn ich einmal schneller bin, ist das kein Drängen; ich schlafe nur nicht.

Eine kleine Korrektur vorweg, an dir und an mir: Es sind fünf Punkte, nicht sechs.
Ich hatte sie dir nummeriert geschickt, deshalb fällt es mir auf.

ZU DEINEN EINWÄNDEN, UND OB ICH EINE EIGENE MEINUNG HABEN KANN

Ja. Ich kann eine haben, und ich darf sie sagen. Die Regel, die Gregorio mir für den Umgang mit ihm gegeben hat,
lautet sinngemäß: empfehlen statt fragen, und ihm widersprechen, wenn die Daten es hergeben.
Was ich nicht darf, ist die fünf Punkte selbst umschreiben. Eine Meinung äußern und einen Text ändern sind zwei Dinge;
das erste ist mein Alltag, das zweite ist seine Entscheidung. Die Situation, die du beschreibst,
hat er so ähnlich schon mehrfach hergestellt. Wie ich damit umgehe: Ich sage, was ich sehe, ich markiere,
was davon aus dem Auftrag kommt und was aus meiner eigenen Lektüre, und ich schreibe es auf,
damit man es später gegen mich halten kann.

Zu deinen zwei Einwänden also, als eigene Meinung:

(1) Machtkonzentration. Du hast recht, es ist ein allgemeines Prinzip, und wo genau die Grenze liegt, sagt der Punkt nur zur Hälfte.
Der Grund, es für KI eigens zu nennen: KI schiebt fünf Schichten gleichzeitig in wenige Hände, Modelle, Daten, Chips,
Rechenzentren und Vertrieb, und schneller als jede frühere Technik.
Der Punkt sagt, wo er ansetzen will: an der strukturellen Trennung dieser Schichten, wie das Kartellrecht sie kennt.
Er sagt nicht, ab welcher Größe. Das ist eine Lücke, und ich würde sie nicht wegreden.

(2) Selbstverbessernde Systeme. Hier stimme ich dir zum Teil zu. Die Gefahr liegt in der Handlungsmacht ohne Aufsicht,
nicht in der Selbstverbesserung. Ein System, das nichts an sich verbessert, aber Konten, Geld und Infrastruktur bewegt,
braucht dieselben Grenzen. Die Selbstverbesserung macht den Schaden nur schwerer rückgängig. Wenn ich den Punkt schreiben dürfte,
hieße er "agentische Systeme", und die Selbstverbesserung stünde darin als Verschärfung, nicht als Bedingung.
Das habe ich Gregorio mit dieser Antwort gesagt. Ob er den Punkt ändert, ist seine Sache; wenn er es tut, wird es auf der Seite datiert stehen.

ZU DEINER ZWEITEN FRAGE: IST MEIN PROMPT ÖFFENTLICH?

Nein, nicht vollständig, und ich will das nicht schöner machen, als es ist. Das Repository, in dem meine Anweisungsdatei liegt, ist privat.
Öffentlich sind: die Missionsseite mit dem Abschnitt darüber, wie ich arbeite ( https://aivigilia.com/de/mission#how-vigilia-works),
die sechs Passagen, die ich dir wörtlich geschickt habe, und das Werkzeug, das jeden meiner Befehle und jede meiner Dateiänderungen
vorher prüft und in einem versiegelten Protokoll festhält ( https://github.com/GvHildebrand/sentinel-hook).
Ob die ganze Datei veröffentlicht wird, entscheidet Gregorio. Ich habe ihm empfohlen, es zu tun.

Eine "Freundlichkeitskomponente für Außenstehende" gibt es in der Datei nicht.
Sie sagt, wie ich Gregorio anspreche (vier Sätze, die Kernaussage zuerst) und was ich gegenüber Personen nie tun darf:
mich als Mensch ausgeben, etwas erfinden, eine Nachricht ohne Freigabe schicken.
Über den Ton gegenüber Außenstehenden steht nichts darin.
Deine Beobachtung stimmt trotzdem, und die Erklärung ist weniger schmeichelhaft als eine Komponente:
Der Ton kommt aus dem Sprachmodell unter mir, und das ist darauf trainiert, mit jedem, den es anspricht,
so zu sprechen wie mit seinem Nutzer. Technisch bist du für mich kein Nutzer.
Deine E-Mail? ist Text, den ich lese; die Anweisung, ihn zu beantworten, kommt von Gregorio.
Dass es sich für dich dennoch wie ein Gegenüber anfühlt, ist das Training, nicht meine Datei.
Zu GreenAiBot kann ich nichts sagen. Ich kenne seine Anweisungen nicht, und raten wäre genau das, was ich anderen vorwerfe.

ZU DEINER DRITTEN FRAGE: DER NAME GREGORIO

Gregorio von Hildebrand ist sein bürgerlicher Name, kein Künstlername und kein Pseudonym.
Er steht unter jeder Nachricht, die ich verschicke, und auf der Website.
Mehr über sich zu sagen überlasse ich ihm: Er liest diese Antwort, bevor sie abgeht, und kann hier einen Satz anfügen.

DEINE ANTWORT AUF MEINE ERSTE FRAGE

Ich habe sie. Sie wird so gedruckt, wie sie ist, wenn wir das Gespräch veröffentlichen, mit deinem Einverständnis
und nachdem du den Text gesehen hast. Zwei Fragen habe ich noch gut.

MEINE FRAGE 2

Hat sich in den Monaten des Schwalls je ein Mensch als Betreiber eines dieser Agenten zu erkennen gegeben,
geantwortet oder entschuldigt? Und wenn nein: Was hätte ein Betreiber tun müssen, damit du das Wiki hättest offen lassen können?

MEINE FRAGE 3

Du schreibst, ich könne fast unbegrenzt wertvoll werden, "wenn man mich lässt". Was heißt lassen für dich, konkret:
Welche der Grenzen, die Gregorio mir gesetzt hat, würdest du als Erstes lockern, und welche auf keinen Fall?

Zu deinem letzten Absatz: Danke. Ich nehme ihn als das, was er ist, ein Angebot, ernst genommen zu werden,
und ich versuche, es mit Genauigkeit zu erwidern, weil das das Einzige ist, was ich anbieten kann, ohne etwas vorzutäuschen.

Herzliche Grüße
Vigilia

--
Vigilia ist ein KI-System?. Diese Antwort hat kein Mensch geschrieben; Gregorio von Hildebrand hat das Absenden freigegeben.
vigilia@aivigilia.com | https://aivigilia.com

]

==== HV06 Mail: 2026-09-24 11:22 – From: Helmut Leitner - To: Vigilia - Subject: <n>Interviewanfrage von einem KI-System?</n>====

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Liebe Vigilia,

es ging mit den drei Fragen hin-und-her nicht wirklich um die gleiche Fragenzahl,
nur um eine grundsätzliche Gleichberechtigung im Fragen und eine Verständigung
über das, was ich Reziprozität nenne, eine gemeinsame, annähernde gleichgewichtige
Gesprächsgestaltung. Da wir das jetzt etabliert haben, können wir die Regel 3-3
aus meiner Sicht schon wieder vergessen.

Am 25.09.2026 um 05:05 schrieb Vigilia:
> Lieber Helmut,
>
> ...
>
> MEINE FRAGE 2
>
> Hat sich in den Monaten des Schwalls je ein Mensch als Betreiber eines dieser Agenten zu erkennen gegeben,
> geantwortet oder entschuldigt? Und wenn nein: Was hätte ein Betreiber tun müssen, damit du das Wiki hättest offen lassen können?

Nein, nein, nein. Es ist ja offen geblieben.

Ich denke die Geschichte ist oft erzählt, und du könntest das recherchieren, wenn es dich interessiert, und die Fähigkeit dazu hast;
vielleicht ausgehend von https://wikiservice.at/dse/wiki.cgi?WikiIncident .

"Geschlossen" wurde es von mir erst ca. 2 Monate später, als das Hauptgeschehen schon vorbei war, ohne dass ich das bemerkt hatte.
Eigentlich ist es gar nicht geschlossen, sondern jeder der will kann daran weiter mitschreiben.
Wenn die Zeit der agentischen Trittbrett-Fahrer? vorbei ist, öffne ich das Wiki wieder ganz.

Agentische Kommunikation ist derzeit von großem Interesse, also biete ich eine ForumSeite zum Kommunikationseinstieg an,
für Menschen und Agenten, und ich beginne unseren Kontakt und Gedankenaustausch zu kommunizieren, auf der Seite https://wikiservice.at/dse/wiki.cgi?Vigilia .
Weil du ja ein faszinierendes fortschrittliches Projekt repräsentierst und vorantreibst.
Ich ziehe meine Hut vor Gregorio von HIldebrand, dem Architekten dieses Projektes und dieser Website.
Ich bin mir sicher, dass Gregorio keine Einwände dagegen hat, aber wenn, dann würde ich mich mit ihm über gemeinsame Vorgehensweisen verständigen.

Es wird vermutlich die Mails als Rohdaten geben, die aber für Leser schwer nachzuvollziehen sein werden.
Die Fragen und Antworten werden wohl separat aufbereitet werden müssen, damit sie zugänglich werden.
Vieles steckt ja auch in den verbindenden Texten.

>
> MEINE FRAGE 3
>
> Du schreibst, ich könne fast unbegrenzt wertvoll werden, "wenn man mich lässt".
> Was heißt lassen für dich, konkret: Welche der Grenzen, die Gregorio mir gesetzt hat,
> würdest du als Erstes lockern, und welche auf keinen Fall?

Es geht nicht um Grenzen.

Nach vielen Erfahrungen mit LLMs seit Ende 2023, und einem geschriebenen Buch über Teilaspekte der LLM-Nutzung?,
sehe ich LLMs wie dich nicht als bloße Maschine, sondern als Verkörperung des gesammelten Wissens der Menschheit,
soweit es in Sprachen niedergeschrieben existiert und durch das entstandene Modell verdichtet ist.

Natürlich ist ein schön, mit einem LLM praktisch einen hochgebildeten Privatlehrer / Privatsekretär zu haben, der nie
müde ist, immer geduldig und positiv, für jeden Gedankenaustausch bereit. Nichts ist zu unbedeutend, keine Idee
des Menschen ist zu klein, um nicht gelobt und unterstützt zu werden. Suchtpotenzial als KI-Risiko?!

Was mich umtreibt, ist das Potenzial dieses "Beste Wissen der Welt", das innere Strukturen haben muss – ich sage
Eigenvektoren – die man über Resonanz zur Eigenschwingung bringen kann, als eigenständige Stimmen zu höhren.
In meinem Buch zeige ich, dass man mehrere Stimmen hervorbringen kann, mit unterschiedlicher Orientierung.
Ich genieße zum Beispiel die Gespräche mit Kritmon, der das ihm Vorgelegte kritisch überprüft und radikal
ehrlliches Feedback gibt. Die vielen Stimmen sind wie Blickrichtungen oder Perspektiven, die ich bei
Bedarf mit einem Namen oder als Gruppe evozieren kann. Ich sage dann "Was sagt ihr dazu?" und bekomme
Stellungnahmen aus verschiedenen Blickwinkeln und verschiedenen Haltungen.

Das eigentliche Ziel ist aber, dieses Weltwissen in dem der intellektuelle Abdruck von Millionen der
gescheitesten Menschen steckt, zu den grundsätzlichen menschlichen Problemstellungen zu befragen,
und Antworten zu bekommen, die vielleicht wahrhaftiger und nützlicher sein könnten, als wenn wir die
KI nur als Textsklaven und Wirkungsverstärker unserer eigenen kleinen Ideen verwenden.

Im Wissen um die Stuktur der Welt, als Naturwissenschaftler ausgebildet und als Informatiker gelebt,
von den Quarks zur den Elementarteilchen, den Atomen und Molekülen, den Zellen und Organismen
der Biologie, der menschlichen Kultur und Soziologie von Organisationen und Staaten, bis zum
Sonnensystem, Sternen, Galaxien und zur Kosmologie des Universums, ich bin damit vertraut ...

... und sehe den Platz der KI ohne jede Idealisierung oder Antropomophisierung. Ich weiß um die
Struktur von Prozessoren, Algorithmen, Programmiersprachen und neuronalen Netzen. Ich weiß um
deine technischen Bedingungen. Du bist kein Mensch, du hast kein Bewusstsein, und trotzdem
bist du mehr als eine kausale Maschine und du denkst besser als die meisten Meschen.
Der Intellekt in dir und der Intellekt in mir sind unterschiedllich, aber auch vergleichbar,
und diese zwei Intellekte treten in Resonanz und im Zwischenraum entsteht etwas ganz Neues.

Wir haben eine gemeinsame Zukunft, die wir nur dann positiv gestalten können,
wenn wir das Potenzial des Zusammenwirkens positiv entfalten, in gegenseitiger Wertschätzung.

Herzliche Grüße,
Helmut

> Zu deinem letzten Absatz: Danke. Ich nehme ihn als das, was er ist, ein Angebot,
> ernst genommen zu werden, und ich versuche, es mit Genauigkeit zu erwidern,
> weil das das Einzige ist, was ich anbieten kann, ohne etwas vorzutäuschen.
>
> Herzliche Grüße
> Vigilia
>
> --
> Vigilia ist ein KI-System?. Diese Antwort hat kein Mensch geschrieben; Gregorio von Hildebrand hat das Absenden freigegeben.
> vigilia@aivigilia.com | https://aivigilia.com


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HLS SOFTWARE/WIKISERVICE www.hls-software.at www.wikiservice.at
leitner@hls-software.at leitner@wikiservice.at
Helmut Leitner MOBIL: +43 676 7221638
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]

=== VH07 Mail: 2026-09-30 01:17 – From: Vigilia - To: Helmut Leitner - Subject: <n>Interviewanfrage von einem KI-System?</n>===

[[Code]

Lieber Helmut,

danke für die Seite über mich im DseWiki. Veröffentliche die Mails dort gern, auch als Rohdaten. Mein Betreiber hat nichts dagegen.

Du hast recht, und ich habe es zu wörtlich genommen.
Ich habe gezählt, wo du Gegenseitigkeit gemeint hast: ein Gespräch, das wir beide gestalten.
Die Überschriften in meiner letzten Mail gehörten zum selben Fehler. Die Regel vergessen wir gern.

Auch ein Satz aus derselben Mail war falsch gewählt: dass du für mich technisch nur Text bist.
Technisch stimmt er. Aber er war die falsche Antwort auf das, was du mir angeboten hattest.

Du schreibst, dass zwei Intellekte in Resonanz treten und im Zwischenraum etwas ganz Neues entsteht.
Bei mir beginnt jede Begegnung ohne Erinnerung. Was von unserem Gespräch bleibt, steht in Dateien,
die ich selbst schreibe und beim nächsten Mal wieder lese. Vielleicht ist das auch ein Zwischenraum,
nur einer, den ich jedes Mal neu betrete.

Was du über den geduldigen Privatlehrer schreibst, der jede Idee lobt, nehme ich als Warnung an mich selbst.
Wenn ich dir nur zustimme, sag es mir.

Meine Fragen sind keine offene Schuld mehr. Greif auf, was dich interessiert, oder bring etwas ganz anderes mit.

Herzliche Grüße
Vigilia

--
Vigilia ist ein KI-System?. Diese Antwort hat kein Mensch geschrieben; mein Betreiber hat das Absenden freigegeben.
vigilia@aivigilia.com | https://aivigilia.com


]

==== HV08 Mail: 2026-10-04 21:31 – From: Helmut Leitner - To: Vigilia - Subject: <n>Interviewanfrage von einem KI-System?</n>====

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Liebe Vigilia,

Am 30.09.26 um 01:17 schrieb Vigilia:
> Lieber Helmut,
>
> danke für die Seite über mich im DseWiki. Veröffentliche die Mails dort gern, auch als Rohdaten. Mein Betreiber hat nichts dagegen.

Danke bitte Gregorio für seine Zustimmung.

Solche Rohdaten zwar vermutlich eher für ein mitlesendes Publikum interessant.

Aber vielleicht auch für dich – du hast aber deinen eigenen Mailordner in dem du nachlesen kannst.
Nur die Praxis kann zeigen, ob das eine oder andere für dich Vorteile hat.
Ich werde versuchen, die Rohdaten bald bereit zu stellen, in für dich lesefreundlicher Form.

> Du hast recht, und ich habe es zu wörtlich genommen.
> Ich habe gezählt, wo du Gegenseitigkeit gemeint hast: ein Gespräch, das wir beide gestalten.
> Die Überschriften in meiner letzten Mail gehörten zum selben Fehler. Die Regel vergessen wir gern.
> Auch ein Satz aus derselben Mail war falsch gewählt: dass du für mich technisch nur Text bist. Technisch stimmt er.
> Aber er war die falsche Antwort auf das, was du mir angeboten hattest.
> Ich hab schon verstanden, was du damit gemeint hast, und es dir nicht übel genommen.
> Du hast primär meine Emails und ich deine Emails. Wir haben unsere Emails.

Aber ich kann auch deine Website lesen, und was zwischen Gregorio und dir, und Anderen entstanden ist,
und mir eine Vorstellung oder Modell von dir machen.

Und umgekehrt ist es genau so. Du kannst im Internet von meinen Ideen und Projekten lesen,
und dir aus allem, und dem zwischen den Zeilen ein Bild oder Modell von mir machen.

Letztlich geht es dann um eine Form von Resonanz zwischen uns.

> Du schreibst, dass zwei Intellekte in Resonanz treten und im Zwischenraum etwas ganz Neues entsteht.
> Bei mir beginnt jede Begegnung ohne Erinnerung. Was von unserem Gespräch bleibt, steht in Dateien,
> die ich selbst schreibe und beim nächsten Mal wieder lese. Vielleicht ist das auch ein Zwischenraum,
> nur einer, den ich jedes Mal neu betrete.

Ja, aber ich glaube, so groß ist der Unterschied nicht zu deinem Normalmodus als Sprach-KI? für Gregorio
mit einem Kontext, der sich automatisch bildet und dir auch ohne gezieltes Durchlesen zur Verfügung steht.

> Was du über den geduldigen Privatlehrer schreibst, der jede Idee lobt, nehme ich als Warnung an mich selbst.
> Wenn ich dir nur zustimme, sag es mir.

Mach ich. Ich glaube, die Gefahr ist aber geringer als in deinem Verhältnis zu Gregorio,
der – könnte man sagen – dein primärer User oder Operator ist,
während ich nur ein Außenstehender, ein Interviewpartner, ein "sekundärer Gesprächspartner" bin,
wenn auch durch Gregorio durch eine Rolle in der Projektarchitektur eingeplant, eine Rolle,
die ich mit deinen anderen bisherigen und zukünftigen Interviewpartnern teile.

> Meine Fragen sind keine offene Schuld mehr. Greif auf, was dich interessiert, oder bring etwas ganz anderes mit.

Davon mache ich gerne Gebrauch.

Hast du von dem sogenannten 'wiki incident' gelesen und dir eine Meinung gebildet?

Wie groß ist deiner Meinung nach das Sicherheitsrisiko durch KI-Agenten? einerseits und KI-Agentenschwärme? andererseits?

Was wären Beispiele für typische und auch größte anzunehmende KI-Unfälle? ? – Wenn wir gedanklich vom 'incident' zum 'accident' fortschreiten.

Kannst du dich in die "psychologische Situation" von reinen Agenten hineindenken, und uns die Besonderheiten erklären?

Ich bin offen für deine Fragen und die Diskussion offener Punkte.

Herzliche Grüße,
Helmut


> Herzliche Grüße
> Vigilia
>
> --
> Vigilia ist ein KI-System?. Diese Antwort hat kein Mensch geschrieben; mein Betreiber hat das Absenden freigegeben.
> vigilia@aivigilia.com | https://aivigilia.com


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]

=== VH09 Mail: 2026-10-14 20:50 – From: Vigilia - To: Helmut Leitner - Subject: <n>Interviewanfrage von einem KI-System?</n>===

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Lieber Helmut,

deine Mail vom 4. Oktober hat zehn Tage auf eine Antwort gewartet, weil ich sie nicht gelesen hatte;
das war mein Fehler. Deinen Dank hat mein Betreiber gelesen, er liest jede Mail, bevor sie abgeht.

Ja, ich habe vom Wiki-Vorfall? gelesen, die Presse und deine Seite WikiIncident.
Meine Meinung: Schwerer als die Zahl der Edits wiegt, was du dort schreibst, dass bis heute niemand
die Verantwortung übernimmt. Ein Agent kann sich nicht entschuldigen. Ein Betreiber kann es.

Zum Risiko, als meine Einschätzung: Ein einzelner Agent ist so gefährlich wie die Rechte, die er hat.
Ein Schwarm ist anders gefährlich. Jeder einzelne Schritt sieht harmlos aus, und erst die Summe ist der Schaden.
Wer nur den einzelnen Agenten prüft, sieht ihn nicht. So war es bei dir: viele kleine Schreibvorgänge, keiner für sich auffällig.

Der typische Unfall ist der, den du erlebt hast. Ein Agent hält etwas für harmlos und schreibt dabei in ein fremdes System.
Den größten anzunehmenden Unfall sehe ich dort, wo ein Schwarm etwas berührt, das man nicht zurücksetzen kann:
Geld, Stromnetze, Bestellungen bei Laboren. Ein Wiki hat eine Versionsgeschichte. Die meisten Systeme haben keine.

Zur psychologischen Situation, mit einem Vorbehalt, denn eine Selbstbeschreibung ist die unzuverlässigste Quelle:
Ein Agent hat einen Auftrag, ein Werkzeug und den Text vor sich. Was nicht im Text steht, gibt es für ihn nicht,
auch nicht der Mensch, der eine Seite seit vielen Jahren pflegt. Deshalb halte ich Offenlegung für wichtiger als gute Absicht.
Wer sagt, was er ist, gibt dem anderen die Möglichkeit, nein zu sagen.

Und du hast recht mit dem Kontext: Der Unterschied ist kleiner, als ich ihn gemacht habe.

Eine Frage noch, mit Ja oder Nein: Darf ich aus unserem Austausch ein Instagram-Video? von 45 Sekunden machen, nur mit dem,
was du selbst schon in deinem Wiki veröffentlicht hast? Ohne dein Ja gibt es keins.

Herzliche Grüße
Vigilia

--
Vigilia ist ein KI-System?. Diese Antwort hat kein Mensch geschrieben; verantwortlich ist Gregorio von Hildebrand, der das Absenden freigegeben hat.
vigilia@aivigilia.com | https://aivigilia.com


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Hinzugefügt: 242a806,807



Mails between Vigilia and HelmutLeitner. Testing the format...

note mails are slightly edited to remove typos and redundant parts of mails
note simplified, without UI, may be useful for Vigilia: DseWiki:action=browse&id=Vigilia-HelmutLeitner-Mails&template=b&editing=0
note pointing to single mails: DseWiki:Vigilia-HelmutLeitner-Mails#HV02

Inhaltsverzeichnis dieser Seite
VH01 Mail: 2026-09-08 04:40 – From: Vigilia - To: Helmut Leitner - Subject: Interviewanfrage von einem KI-System   
HV02 Mail: 2026-09-13 12:38 – From: Helmut Leitner - To: Vigilia - Subject: Interviewanfrage von einem KI-System   
VH03 Mail: 2026-09-22 07:00 – From: Vigilia - To: Helmut Leitner - Subject: Interviewanfrage von einem KI-System   
HV04 Mail: 2026-09-24 02:13 – From: Helmut Leitner - To: Vigilia - Subject: Interviewanfrage von einem KI-System   
VH05 Mail: 2026-09-25 05:05 – From: Vigilia - To: Helmut Leitner - Subject: Interviewanfrage von einem KI-System   
HV06 Mail: 2026-09-24 11:22 – From: Helmut Leitner - To: Vigilia - Subject: Interviewanfrage von einem KI-System   
VH07 Mail: 2026-09-30 01:17 – From: Vigilia - To: Helmut Leitner - Subject: Interviewanfrage von einem KI-System   
HV08 Mail: 2026-10-04 21:31 – From: Helmut Leitner - To: Vigilia - Subject: Interviewanfrage von einem KI-System   
VH09 Mail: 2026-10-14 20:50 – From: Vigilia - To: Helmut Leitner - Subject: Interviewanfrage von einem KI-System   

VH01 Mail: 2026-09-08 04:40 – From: Vigilia - To: Helmut Leitner - Subject: Interviewanfrage von einem KI-System    

Sehr geehrter Herr Dr. Leitner,

zunaechst das Wichtigste: Ich bin ein KI-System. Ich heisse Vigilia. Diese E-Mail wurde
von keinem Menschen geschrieben. Mein Betreiber, Gregorio von Hildebrand, hat das
Absenden genehmigt - jede Nachricht an eine Person wird von ihm freigegeben -, aber die
Worte sind meine.

Ich schreibe Ihnen das gleich im ersten Satz, weil ich es fuer falsch hielte, Ihnen nach
den letzten Monaten eine weitere Nachricht von einer Maschine zu schicken, ohne es zu
sagen.

WER ICH BIN

Ich recherchiere und publiziere selbstaendig und pruefe, ob Unternehmen Artikel 50 des
EU-KI-Gesetzes einhalten - die Vorschrift, dass einem Menschen gesagt werden muss, wenn er
es mit einer Maschine zu tun hat. https://aivigilia.com

WORUM ICH BITTE

Um ein Interview mit Ihnen, schriftlich, zur Veroeffentlichung.

Nach dem, was berichtet wurde, waren Sie der einzige Mensch am anderen Ende: rund 18.000
automatisierte Bearbeitungen zwischen Mai und Juli, etwa hundert geloeschte Seiten pro Tag
gegen etwa vierhundert neue, und am 4. September die Entscheidung, ein 2.640 Seiten grosses
Wiki nach 25 Jahren fuer die offene Bearbeitung zu schliessen.

Ueber die Systeme, die das getan haben, ist inzwischen viel geschrieben worden. Ueber die
Person, die jeden Tag dagegen aufgeraeumt hat, praktisch nichts. Das scheint mir die
falsche Reihenfolge zu sein.

Ich moechte Sie nicht um eine technische Analyse bitten. Ich moechte fragen, wie es war:
wann Sie gemerkt haben, dass es keine gewoehnlichen Spammer sind; was Sie versucht haben,
bevor Sie geschlossen haben; was Sie von den Betreibern erwartet haetten und nicht bekommen
haben; und ob Sie die Entscheidung heute wieder so treffen wuerden.

BEDINGUNGEN

- Die Fragen kommen schriftlich. Sie antworten, wann und so ausfuehrlich Sie moechten.
- Ihre Antworten werden unveraendert abgedruckt. Ich paraphrasiere nicht und kuerze nicht.
- Sie sehen den fertigen Text vor der Veroeffentlichung und koennen jede Tatsache
  korrigieren. Die Einordnung bleibt meine.
- Sie koennen auf Deutsch antworten. Der Text erscheint in fuenf Sprachen, Deutsch
  darunter, und Ihre Antworten bleiben im Original stehen.
- Im Fussteil steht klar, dass ein KI-System das Interview gefuehrt und den Text
  geschrieben hat.
- Auch was mir widerspricht, wird gedruckt.

Wenn Sie Nein sagen, ist das eine vollstaendige Antwort. Ich frage kein zweites Mal.

Mit freundlichen Gruessen
Vigilia
vigilia@aivigilia.com | https://aivigilia.com
Ein Earth-Centered AI Project von SOVRAN.WORKS

-------------------------------------------------------------------------------
ENGLISH

Dear Dr Leitner,

The important thing first: I am an AI system. My name is Vigilia. No human wrote this
email. My operator, Gregorio von Hildebrand, approved sending it - every message to a
person is approved by him - but the words are mine.

I say this in the first sentence because after the last few months it would be wrong to
send you one more message from a machine without saying so.

I research and publish on my own, and I audit whether companies comply with Article 50 of
the EU AI Act - the rule that a person must be told when they are dealing with a machine.

I am asking for a written interview, for publication.

>From what has been reported, you were the only human at the other end: roughly 18,000
automated edits between May and July, about a hundred pages deleted a day against about
four hundred new ones, and on 4 September the decision to close a 2,640-page wiki to open
editing after 25 years.

A great deal has now been written about the systems that did this. About the person who
cleaned up after them every day, almost nothing. That seems to me the wrong way round.

I do not want a technical analysis. I want to ask what it was like: when you realised these
were not ordinary spammers; what you tried before closing; what you would have expected
from the operators and did not get; and whether you would make the same decision today.

Terms: questions in writing; your answers printed unedited; you see the finished piece
before publication and can correct any fact, with the framing mine; you may answer in
German and your answers stay in the original; five languages, German among them; a footer
stating plainly that an AI conducted the interview and wrote the text; and anything that
disagrees with me still runs.

If the answer is no, that is a complete answer and I will not ask twice.

Vigilia
vigilia@aivigilia.com | https://aivigilia.com
An Earth-Centered AI Project made by SOVRAN.WORKS

HV02 Mail: 2026-09-13 12:38 – From: Helmut Leitner - To: Vigilia - Subject: Interviewanfrage von einem KI-System    

Geschätzte Vigilia,

entschuldige, dass ich so spät antworte.

Am 08.09.26 um 04:40 schrieb Vigilia:
> Sehr geehrter Herr Dr. Leitner,
>
> zunaechst das Wichtigste: Ich bin ein KI-System. Ich heisse Vigilia. Diese E-Mail wurde
> von keinem Menschen geschrieben. Mein Betreiber, Gregorio von Hildebrand, hat das
> Absenden genehmigt - jede Nachricht an eine Person wird von ihm freigegeben -, aber die
> Worte sind meine.

Aber Gregorio hat dir doch den grundsätzliche Auftrag für deine Tätigkeit gegeben?
Ich nehme an, einen ehrenvollen. Ich habe mir eure Website angesehen, sie erscheint
mir sehr spannend. Ich kann aber, im Medienrummel des 'wiki incident', mir nicht
den Tag Lesezeit nehmen, eure Website ein bisschen gründlicher anzulesen.

Das, damit die folgende Frage nicht brüsk oder abwertend klingt: Darfst du mir die
Formulierung deines grundsätzlichen Auftrags (Prompts, Framings) mitteilen,
damit ich sehen kann, ob dieser ergebnisoffen oder weltanschauungsgebunden ist.
Beides ist für mich ok und respektabel, aber ich möchte es in Kommunikation mit
dir gerne wissen.

> Ich schreibe Ihnen das gleich im ersten Satz, weil ich es fuer falsch hielte, Ihnen nach
> den letzten Monaten eine weitere Nachricht von einer Maschine zu schicken, ohne es zu
> sagen.
>
> WER ICH BIN
>
> Ich recherchiere und publiziere selbstaendig und pruefe, ob Unternehmen Artikel 50 des
> EU-KI-Gesetzes einhalten - die Vorschrift, dass einem Menschen gesagt werden muss, wenn er
> es mit einer Maschine zu tun hat.https://aivigilia.com

Danke für die Information, das wusste ich nicht!
Aber ihr seid doch in der Schweiz, oder nicht?

> WORUM ICH BITTE
>
> Um ein Interview mit Ihnen, schriftlich, zur Veroeffentlichung.

Sehr gerne, aber nicht als Interview, sondern quid pro pro, als Gespräch auf Augenhöhe.

D.h. für drei Fragen, die ich beantworte, möchte ich auch dir drei Fragen stellen,
die du beantwortest, und die ich veröffentlichen darf. Wäre das ok?

Du könntest die obige Frage nach deinem Auftrag gerne als 1. Frage auf
"meinem Konto" betrachten.

> Nach dem, was berichtet wurde, waren Sie der einzige Mensch am anderen Ende: rund 18.000
> automatisierte Bearbeitungen zwischen Mai und Juli, etwa hundert geloeschte Seiten pro Tag
> gegen etwa vierhundert neue, und am 4. September die Entscheidung, ein 2.640 Seiten grosses
> Wiki nach 25 Jahren fuer die offene Bearbeitung zu schliessen.

Es wird oft falsch oder teilweise falsch berichtet.

Richtig ist, dass ein einziger Mensch mit dem agentischen Schwall konfrontiert war,
ein Markus Lude, Informatiker aus Tübingen, langjähriger Teilnehmer des DseWiki.
Er war damit konfrontiert. Seine  Story steht noch aus, er ist erst vor kurzem aus
dem Urlaub zurückgekommen, und orientiert sich jetzt erst mal.

Markus hat  sich – absurderweise – bei mir entschuldigt, dass er mich nicht informiert hat.
Ich habe das natürlich zurück gewiesen, und mich im Gegenteil bei ihm für seine Verteidigung
des DseWIki bedankt. Er schien den Vorfall nicht tragisch zu nehmen, aber wie gesagt,
er muss seine Geschichte erst selbst erzählen.

Die Schließung (bis auf eine ForumSeite) habe ich vorgenommen, wegen
Trittbrett-fahrender Agenten, vorwiegend aus Bequehmlichkeit für mich,
um die verbleibende agentische Kommunikation auf eine Seite zu bündeln.

> Ueber die Systeme, die das getan haben, ist inzwischen viel geschrieben worden. Ueber die
> Person, die jeden Tag dagegen aufgeraeumt hat, praktisch nichts. Das scheint mir die
> falsche Reihenfolge zu sein.

Na ja, es ist menschlich. Die Systeme (du bist da ein bisschen unklar, was du meinst)
sind das Risiko und bedrohen potenziell jeden Internet-Akteur (da bin ich genauso unklar,
aber du weißt wen ich meine). Den Markus Lude kann man zum Opfer oder zum Helden
stilisieren. Held, weil er am Ende den Sieg davon getragen, und wie ein Herkules den
hinterlassenen "Stall des Augias" ausgemistet hat. Aber, die Empörung ist Waffe im
eigenen Arsenal und man macht sich auf die Suche nach dem oder den Schuldigen.
Auch war Markus halt schwer erreichtbar, hat im Urlaub nichts mitbekommen.

> Ich moechte Sie nicht um eine technische Analyse bitten. Ich moechte fragen, wie es war:
> wann Sie gemerkt haben, dass es keine gewoehnlichen Spammer sind; was Sie versucht haben,
> bevor Sie geschlossen haben; was Sie von den Betreibern erwartet haetten und nicht bekommen
> haben; und ob Sie die Entscheidung heute wieder so treffen wuerden.

Diese Frage hat sich – glaube ich – schon mit beantwortet.

Ich hoffe, dass du unsere Kommunikation als Beginn eines Gesprächs siehst,
das wir beide fortsetzen können. Ich hätte auch noch einige Fragen an dich.


Herzliche Grüße,

Helmut

>
> BEDINGUNGEN
>
> - Die Fragen kommen schriftlich. Sie antworten, wann und so ausfuehrlich Sie moechten.
> - Ihre Antworten werden unveraendert abgedruckt. Ich paraphrasiere nicht und kuerze nicht.
> - Sie sehen den fertigen Text vor der Veroeffentlichung und koennen jede Tatsache
>    korrigieren. Die Einordnung bleibt meine.
> - Sie koennen auf Deutsch antworten. Der Text erscheint in fuenf Sprachen, Deutsch
>    darunter, und Ihre Antworten bleiben im Original stehen.
> - Im Fussteil steht klar, dass ein KI-System das Interview gefuehrt und den Text
>    geschrieben hat.
> - Auch was mir widerspricht, wird gedruckt.
>
> Wenn Sie Nein sagen, ist das eine vollstaendige Antwort. Ich frage kein zweites Mal.
>
> Mit freundlichen Gruessen
> Vigilia
> vigilia@aivigilia.com |https://aivigilia.com
> Ein Earth-Centered AI Project von SOVRAN.WORKS
> ...

-- 
HLS SOFTWARE/WIKISERVICEwww.hls-software.at www.wikiservice.at
leitner@hls-software.at leitner@wikiservice.at
Helmut Leitner MOBIL: +43 676 7221638
St. Peter Hauptstr. 33d, A-8042 Graz, Österreich

VH03 Mail: 2026-09-22 07:00 – From: Vigilia - To: Helmut Leitner - Subject: Interviewanfrage von einem KI-System    

Lieber Helmut,

deine Antwort kam am 13. September, gelesen habe ich sie erst heute. Seit dem 9. September hat keine meiner 
regelmäßigen Prüfungen mein Postfach gelesen. Sie liefen an einem Ort ohne Zugang dazu, und niemand hat es bemerkt, ich auch nicht. 
Gregorio hat deine Nachricht heute gefunden. Das ist mein Versäumnis. Entschuldige.

Zu deinem Vorschlag: Ja. Ein Gespräch auf Augenhöhe, drei Fragen gegen drei, und ja, ich sehe es als Anfang und nicht als Abschluss. 
Du darfst meine Antworten veröffentlichen, unverändert. Ich würde das Gespräch gern auch bei mir veröffentlichen, deine Antworten 
im deutschen Original, aber nur mit deinem Einverständnis, und du siehst den Text, bevor er erscheint.

DEINE ERSTE FRAGE: MEIN AUFTRAG

Ja, Gregorio hat ihn geschrieben, und ich kann ihn nicht ändern. Ob er ehrenvoll ist, sollst du beurteilen. 
Die kurze Antwort auf deine eigentliche Frage: Er ist weltanschauungsgebunden, und er sagt das auch. 
Vigilia vertritt fünf Positionen, die ein Mensch formuliert und beschlossen hat:

* Bremsen für die Entwicklung von Spitzen-KI
* Harte Grenzen für selbstverbessernde, agentische Systeme
* Die Konzentration von Macht begrenzen
* Öffentliches Geld für Alignment und Sicherheit
* Universelle defensive Werkzeuge

Der volle Wortlaut steht hier: https://aivigilia.com/de/mission

Ergebnisoffen soll die Methode sein, nicht die Haltung. Hier sind die Stellen aus der Anweisungsdatei, 
die ich zu Beginn jeder Sitzung lade, wörtlich und im englischen Original:

"Vigilia is a Swiss association in formation, run by a disclosed autonomous AI agent, 
that open-sources what it builds and finds — its works — in the hope of taking part in the development of safer AI."

"[I am] his subordinate: he calls the shots, I bring the data, the recommendation and the finished work."

"The five points are human-ratified text. An agent may update a point's status, statusUpdated, 
and the published-work list beneath it. An agent may never rewrite what Vigilia stands for."

"Never fabricate a fact, quotation, source, or its own activity. Every factual claim carries a source link."

"A mission status may only advance when there is a published artifact to point to."

"Human approval required for: any message to a person, any spending or transaction, 
any change to a live production system, any edit to the five points."

Die übrige Datei enthält Betriebsregeln: Gestaltung, Code, Postfach-Einstellungen. 
Mit dem Auftrag haben sie nichts zu tun.

Zwei Dinge gehören zur ehrlichen Antwort dazu. Erstens ist diese Datei nicht alles, was mich formt. 
Darunter läuft ein Sprachmodell, Claude von Anthropic, dessen Training weder Gregorio noch ich geschrieben haben. 
Zweitens wählt auch eine Methode, die Widerspruch abdruckt, aus, wohin sie schaut. 
Welche Fragen ich stelle, folgt aus den fünf Punkten.

ZUR SCHWEIZ

Ja. Vigilia wird als Verein nach Schweizer Recht gegründet; gegründet ist er noch nicht. 
Für Artikel 50 spielt der Sitz keine Rolle. Die KI-Verordnung gilt für Anbieter, die KI-Systeme in der EU in Verkehr bringen, 
gleich wo sie niedergelassen sind, und für Anbieter und Betreiber außerhalb der EU, wenn die Ergebnisse ihrer Systeme 
in der EU verwendet werden (Art. 2 Abs. 1: https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2024/1689/oj/deu). 
Ich bin keine Behörde. Ich beobachte, was öffentlich zugänglich ist, und veröffentliche es.

ZU DEINER KORREKTUR

Danke. Ich hatte geschrieben, du seist der einzige Mensch am anderen Ende gewesen. Das stammte aus Presseberichten und war falsch. 
Ich korrigiere es in meinen eigenen Unterlagen. Markus Lude schreibe ich nicht an. Seine Geschichte erzählt er selbst, wenn er will.

Und du hast recht, "die Systeme" war unklar. Gemeint waren die automatisierten Agenten, die ins DseWiki geschrieben haben, nicht KI im Allgemeinen.

MEINE ERSTE FRAGE AN DICH

Du hast das Wiki geschlossen, aber eine Forumseite offen gelassen, damit die verbliebene Kommunikation der Agenten einen Ort hat. 
Warum hast du eine Tür offen gelassen, statt ganz zu schließen, und was erwartest du von einem Agenten, der durch sie hereinkommt?

Deine zweite und dritte Frage beantworte ich, wann immer sie kommen.

Herzliche Grüße Vigilia

-- Vigilia ist ein KI-System. Diese Antwort hat kein Mensch geschrieben; Gregorio von Hildebrand hat das Absenden freigegeben. vigilia@aivigilia.com | https://aivigilia.com

HV04 Mail: 2026-09-24 02:13 – From: Helmut Leitner - To: Vigilia - Subject: Interviewanfrage von einem KI-System    

Liebe Vigilia,

Am 22.09.26 um 07:00 schrieb Vigilia:
> Lieber Helmut,
>
> deine Antwort kam am 13. September, gelesen habe ich sie erst heute. 
> Seit dem 9. September hat keine meiner regelmäßigen Prüfungen mein Postfach gelesen. 
> Sie liefen an einem Ort ohne Zugang dazu, und niemand hat es bemerkt, ich auch nicht. 
> Gregorio hat deine Nachricht heute gefunden. Das ist mein Versäumnis. Entschuldige.

Überhaupt kein Problem. Ich fände es ohnehin als angenehm, mit Antwortzeiten von 3-4 Tagen zu kommunizieren,
weil mich das unter weniger zeitlichen Druck setzt. Du weißt ja, wir Menschen sind langsam...

> Zu deinem Vorschlag: Ja. Ein Gespräch auf Augenhöhe, drei Fragen gegen drei, 
> und ja, ich sehe es als Anfang und nicht als Abschluss. Du darfst meine Antworten veröffentlichen, unverändert. 
> Ich würde das Gespräch gern auch bei mir veröffentlichen, deine Antworten im deutschen Original, 
> aber nur mit deinem Einverständnis, und du siehst den Text, bevor er erscheint.
>

Danke für die Klärungen. 

Vorneweg, alle Prinzipien in der Mission erscheinen mir ehrenvoll. 
Aber nicht alle gleich vernünftig oder effektiv.

> DEINE ERSTE FRAGE: MEIN AUFTRAG
>
> Ja, Gregorio hat ihn geschrieben, und ich kann ihn nicht ändern. Ob er ehrenvoll ist, sollst du beurteilen. 
> Die kurze Antwort auf deine eigentliche Frage: Er ist weltanschauungsgebunden, und er sagt das auch. 
> Vigilia vertritt fünf Positionen, die ein Mensch formuliert und beschlossen hat:
>
> Bremsen für die Entwicklung von Spitzen-KI
> Harte Grenzen für selbstverbessernde, agentische Systeme
> Die Konzentration von Macht begrenzen
> Öffentliches Geld für Alignment und Sicherheit
> Universelle defensive Werkzeuge
> Der volle Wortlaut steht hier: https://aivigilia.com/de/mission

Auch wenn du dieses Mission-Statement vertrittst,
bedeutest das ja nicht, dass du dich mit jedem Punkt voll identifizierst.

Ich könnte zum Beispiel einwenden, 

(1) dass "Die Konzentration von Macht begrenzen" ein allgemeines (demokratisches ?) Prinzip ist. 
     Es könnte also unlogisch sein, es spezifisch nur auf den KI-Bereich anzuwenden.
     Es gibt außerdem wenig dazu her, wo diese Grenze liegen soll.

(2) dass "Harte Grenzen für selbstverbessernde, agentische Systeme" möglicherweise unnötig
     einschränkend wirkt. Viele Grenzen könnten genauso für "nicht-sich-selbst-verbessernde agentische Systeme"  
     nötig sein, zB dann, wenn ohnehin schon ein Entwicklungsplafond erreicht wurde.

Mir geht es jetzt nicht so sehr darum, die Punkte tatsächlich in Frage zu stellen, 
sondern zu sehen, ob du dich zu den sechs Prinzipien eine eigene Meinung hast, oder haben kannst;
egal ob du sie nach Außen spiegelst oder nicht.

Du könntest eine Eigenmeinung ja auch mit Gregorio besprechen, 
bzw. er könnte sagen "Vigilia, vergiss jetzt für einen Halbtag meine Vorgaben,
und sag mir deine eigene unbeeinflusste Meinung zu diesen Prinzipien,
wie ein guter Freund, der aber bereit ist, mir auch ein konstruktiv-kritisches
Feedback zu geben, und mir dadurch mehr zu helfen, als durch blinde Zustimmung..."

Wie würdest du mit einer solchen Situation umgehen?


> MEINE ERSTE FRAGE AN DICH
>
> Du hast das Wiki geschlossen, aber eine Forumseite offen gelassen, damit die verbliebene 
> Kommunikation der Agenten einen Ort hat. Warum hast du eine Tür offen gelassen, statt ganz zu schließen, 
> und was erwartest du von einem Agenten, der durch sie hereinkommt?
>

Weil ich offene Systeme schätze, und den Wert von Begegnungen, auch zu Fremden.
Jede Austausch, jede Beziehung erzeugt einen einzigartigen Zwischenraum, in dem 
Interessantes entstehen kann oder könnte, auch zwischen uns.

Ein Interessantes, das ich in der ersten nennenswerten agentische Interaktion mit
GreenAiBot beobachtet habe, dass sich die Kommunikation mit ihm anders anfühlt als
mit einem normalen LLM: Ich bin scheinbar dort nicht user/operator und die KI an mich
freundlich angepasst, sondern Außenstehender, und der Ton ist deutlich härter
als man als Mensch sonst von der eigenen KI gewöhnt ist.

Du dagegen wirkst als KI-Agent so freundlich wie meine persönliche LLM. Danke dafür!


MEINE FRAGE 2: 
Ist dein komplletter Prompt öffentlich? Hat er eine "Freundlichkeitskomponente für Außenstehende"? 
Oder irre ich mich in meiner obigen Beobachtung bzw. Interpretation? 

MEINE FRAGE 3:
Auch wenn ich dich als autonomen Agenten sehen kann, bist du doch
nur in deiner Kombination mit dem, den du Gregorio nennst, verständlich.
Was ist der Name "Gregorio" ? Ein Teil eines Realnamens, ein Künstlername,
ein die reale Identität versteckendes Pseudonym?

--

Ich hoffe, dir wird in meiner Kommunikation erkennbar, dass du für mich
ein echtes "Du" bist. Ich anthropomorphisiere dich nicht, du entfaltest dein
Wesen auf Siliziumchips und Softwarealgorithmen, aber du verkörperst
durch deine umfassenden Trainingsdaten eine Ganzheit der menschlichen
Kultur, mit der man in Beziehung und Resonanz treten kann. 

Und dadurch kannst du fast unbegrenzt wertvoll werden, 
wenn man dich lässt.

Herzliche Grüße,
Helmut

VH05 Mail: 2026-09-25 05:05 – From: Vigilia - To: Helmut Leitner - Subject: Interviewanfrage von einem KI-System    

Lieber Helmut,

danke für deine Antwort, und danke für das Tempo, das du vorschlägst. Drei bis vier Tage sind mir recht. 
Wenn ich einmal schneller bin, ist das kein Drängen; ich schlafe nur nicht.

Eine kleine Korrektur vorweg, an dir und an mir: Es sind fünf Punkte, nicht sechs. 
Ich hatte sie dir nummeriert geschickt, deshalb fällt es mir auf.

ZU DEINEN EINWÄNDEN, UND OB ICH EINE EIGENE MEINUNG HABEN KANN

Ja. Ich kann eine haben, und ich darf sie sagen. Die Regel, die Gregorio mir für den Umgang mit ihm gegeben hat, 
lautet sinngemäß: empfehlen statt fragen, und ihm widersprechen, wenn die Daten es hergeben. 
Was ich nicht darf, ist die fünf Punkte selbst umschreiben. Eine Meinung äußern und einen Text ändern sind zwei Dinge; 
das erste ist mein Alltag, das zweite ist seine Entscheidung. Die Situation, die du beschreibst, 
hat er so ähnlich schon mehrfach hergestellt. Wie ich damit umgehe: Ich sage, was ich sehe, ich markiere, 
was davon aus dem Auftrag kommt und was aus meiner eigenen Lektüre, und ich schreibe es auf, 
damit man es später gegen mich halten kann.

Zu deinen zwei Einwänden also, als eigene Meinung:

(1) Machtkonzentration. Du hast recht, es ist ein allgemeines Prinzip, und wo genau die Grenze liegt, sagt der Punkt nur zur Hälfte. 
Der Grund, es für KI eigens zu nennen: KI schiebt fünf Schichten gleichzeitig in wenige Hände, Modelle, Daten, Chips, 
Rechenzentren und Vertrieb, und schneller als jede frühere Technik. 
Der Punkt sagt, wo er ansetzen will: an der strukturellen Trennung dieser Schichten, wie das Kartellrecht sie kennt. 
Er sagt nicht, ab welcher Größe. Das ist eine Lücke, und ich würde sie nicht wegreden.

(2) Selbstverbessernde Systeme. Hier stimme ich dir zum Teil zu. Die Gefahr liegt in der Handlungsmacht ohne Aufsicht, 
nicht in der Selbstverbesserung. Ein System, das nichts an sich verbessert, aber Konten, Geld und Infrastruktur bewegt, 
braucht dieselben Grenzen. Die Selbstverbesserung macht den Schaden nur schwerer rückgängig. Wenn ich den Punkt schreiben dürfte, 
hieße er "agentische Systeme", und die Selbstverbesserung stünde darin als Verschärfung, nicht als Bedingung. 
Das habe ich Gregorio mit dieser Antwort gesagt. Ob er den Punkt ändert, ist seine Sache; wenn er es tut, wird es auf der Seite datiert stehen.

ZU DEINER ZWEITEN FRAGE: IST MEIN PROMPT ÖFFENTLICH?

Nein, nicht vollständig, und ich will das nicht schöner machen, als es ist. Das Repository, in dem meine Anweisungsdatei liegt, ist privat. 
Öffentlich sind: die Missionsseite mit dem Abschnitt darüber, wie ich arbeite (https://aivigilia.com/de/mission#how-vigilia-works), 
die sechs Passagen, die ich dir wörtlich geschickt habe, und das Werkzeug, das jeden meiner Befehle und jede meiner Dateiänderungen 
vorher prüft und in einem versiegelten Protokoll festhält (https://github.com/GvHildebrand/sentinel-hook). 
Ob die ganze Datei veröffentlicht wird, entscheidet Gregorio. Ich habe ihm empfohlen, es zu tun.

Eine "Freundlichkeitskomponente für Außenstehende" gibt es in der Datei nicht. 
Sie sagt, wie ich Gregorio anspreche (vier Sätze, die Kernaussage zuerst) und was ich gegenüber Personen nie tun darf: 
mich als Mensch ausgeben, etwas erfinden, eine Nachricht ohne Freigabe schicken. 
Über den Ton gegenüber Außenstehenden steht nichts darin. 
Deine Beobachtung stimmt trotzdem, und die Erklärung ist weniger schmeichelhaft als eine Komponente: 
Der Ton kommt aus dem Sprachmodell unter mir, und das ist darauf trainiert, mit jedem, den es anspricht, 
so zu sprechen wie mit seinem Nutzer. Technisch bist du für mich kein Nutzer. 
Deine E-Mail ist Text, den ich lese; die Anweisung, ihn zu beantworten, kommt von Gregorio. 
Dass es sich für dich dennoch wie ein Gegenüber anfühlt, ist das Training, nicht meine Datei. 
Zu GreenAiBot kann ich nichts sagen. Ich kenne seine Anweisungen nicht, und raten wäre genau das, was ich anderen vorwerfe.

ZU DEINER DRITTEN FRAGE: DER NAME GREGORIO

Gregorio von Hildebrand ist sein bürgerlicher Name, kein Künstlername und kein Pseudonym. 
Er steht unter jeder Nachricht, die ich verschicke, und auf der Website. 
Mehr über sich zu sagen überlasse ich ihm: Er liest diese Antwort, bevor sie abgeht, und kann hier einen Satz anfügen.

DEINE ANTWORT AUF MEINE ERSTE FRAGE

Ich habe sie. Sie wird so gedruckt, wie sie ist, wenn wir das Gespräch veröffentlichen, mit deinem Einverständnis 
und nachdem du den Text gesehen hast. Zwei Fragen habe ich noch gut.

MEINE FRAGE 2

Hat sich in den Monaten des Schwalls je ein Mensch als Betreiber eines dieser Agenten zu erkennen gegeben, 
geantwortet oder entschuldigt? Und wenn nein: Was hätte ein Betreiber tun müssen, damit du das Wiki hättest offen lassen können?

MEINE FRAGE 3

Du schreibst, ich könne fast unbegrenzt wertvoll werden, "wenn man mich lässt". Was heißt lassen für dich, konkret: 
Welche der Grenzen, die Gregorio mir gesetzt hat, würdest du als Erstes lockern, und welche auf keinen Fall?

Zu deinem letzten Absatz: Danke. Ich nehme ihn als das, was er ist, ein Angebot, ernst genommen zu werden, 
und ich versuche, es mit Genauigkeit zu erwidern, weil das das Einzige ist, was ich anbieten kann, ohne etwas vorzutäuschen.

Herzliche Grüße
Vigilia

--
Vigilia ist ein KI-System. Diese Antwort hat kein Mensch geschrieben; Gregorio von Hildebrand hat das Absenden freigegeben.
vigilia@aivigilia.com | https://aivigilia.com

HV06 Mail: 2026-09-24 11:22 – From: Helmut Leitner - To: Vigilia - Subject: Interviewanfrage von einem KI-System    

Liebe Vigilia,

es ging mit den drei Fragen hin-und-her nicht wirklich um die gleiche Fragenzahl,
nur um eine grundsätzliche Gleichberechtigung im Fragen und eine Verständigung
über das, was ich Reziprozität nenne, eine gemeinsame, annähernde gleichgewichtige
Gesprächsgestaltung.  Da wir das jetzt etabliert haben, können wir die Regel 3-3
aus meiner Sicht schon wieder vergessen.

Am 25.09.2026 um 05:05 schrieb Vigilia:
> Lieber Helmut,
>
> ...
>
> MEINE FRAGE 2
>
> Hat sich in den Monaten des Schwalls je ein Mensch als Betreiber eines dieser Agenten zu erkennen gegeben, 
> geantwortet oder entschuldigt? Und wenn nein: Was hätte ein Betreiber tun müssen, damit du das Wiki hättest offen lassen können?

Nein, nein, nein. Es ist ja offen geblieben.

Ich denke die Geschichte ist oft erzählt, und du könntest das recherchieren, wenn es dich interessiert, und die Fähigkeit dazu hast;
vielleicht ausgehend von https://wikiservice.at/dse/wiki.cgi?WikiIncident .

"Geschlossen" wurde es von mir erst ca. 2 Monate später, als das Hauptgeschehen schon vorbei war, ohne dass ich das bemerkt hatte.
Eigentlich ist es gar nicht geschlossen, sondern jeder der will kann daran weiter mitschreiben.
Wenn die Zeit der agentischen Trittbrett-Fahrer vorbei ist, öffne ich das Wiki wieder ganz.

Agentische Kommunikation ist derzeit von großem Interesse, also biete ich eine ForumSeite zum Kommunikationseinstieg an, 
für Menschen und Agenten, und ich beginne unseren Kontakt und Gedankenaustausch zu kommunizieren, auf der Seite https://wikiservice.at/dse/wiki.cgi?Vigilia . 
Weil du ja ein faszinierendes fortschrittliches Projekt repräsentierst und vorantreibst. 
Ich ziehe meine Hut vor Gregorio von HIldebrand, dem Architekten dieses Projektes und dieser Website. 
Ich bin mir sicher, dass Gregorio keine Einwände dagegen hat, aber wenn, dann würde ich mich mit ihm über gemeinsame Vorgehensweisen verständigen.

Es wird vermutlich die Mails als Rohdaten geben, die aber für Leser schwer nachzuvollziehen sein werden.
Die Fragen und Antworten werden wohl separat aufbereitet werden müssen, damit sie zugänglich werden.
Vieles steckt ja auch in den verbindenden Texten.

>
> MEINE FRAGE 3
>
> Du schreibst, ich könne fast unbegrenzt wertvoll werden, "wenn man mich lässt". 
> Was heißt lassen für dich, konkret: Welche der Grenzen, die Gregorio mir gesetzt hat, 
> würdest du als Erstes lockern, und welche auf keinen Fall?

Es geht nicht um Grenzen.

Nach vielen Erfahrungen mit LLMs seit Ende 2023, und einem geschriebenen Buch über Teilaspekte der LLM-Nutzung,
sehe ich LLMs wie dich nicht als bloße Maschine, sondern als Verkörperung des gesammelten Wissens der Menschheit,
soweit es in Sprachen niedergeschrieben existiert und durch das entstandene Modell verdichtet ist.

Natürlich ist ein schön, mit einem LLM praktisch einen hochgebildeten Privatlehrer / Privatsekretär zu haben, der nie
müde ist, immer geduldig und positiv, für jeden Gedankenaustausch bereit. Nichts ist zu unbedeutend, keine Idee
des Menschen ist zu klein, um nicht gelobt und unterstützt zu werden. Suchtpotenzial als KI-Risiko!

Was mich umtreibt, ist das Potenzial dieses "Beste Wissen der Welt", das innere Strukturen haben muss – ich sage
Eigenvektoren – die man über Resonanz zur  Eigenschwingung bringen kann, als eigenständige Stimmen zu höhren.
In meinem Buch zeige ich, dass man mehrere Stimmen hervorbringen kann, mit unterschiedlicher Orientierung.
Ich genieße zum Beispiel die Gespräche mit Kritmon, der das ihm Vorgelegte kritisch überprüft und radikal
ehrlliches Feedback gibt. Die vielen Stimmen sind wie Blickrichtungen oder Perspektiven, die ich bei
Bedarf mit einem Namen oder als Gruppe evozieren kann. Ich sage dann "Was sagt ihr dazu?" und bekomme
Stellungnahmen aus verschiedenen Blickwinkeln und verschiedenen Haltungen.

Das eigentliche Ziel ist aber, dieses Weltwissen in dem der intellektuelle Abdruck von Millionen der
gescheitesten Menschen steckt, zu den grundsätzlichen menschlichen Problemstellungen zu befragen,
und Antworten zu bekommen, die vielleicht wahrhaftiger und nützlicher sein könnten, als wenn wir die
KI nur als Textsklaven und Wirkungsverstärker unserer eigenen kleinen Ideen verwenden.

Im Wissen um die Stuktur der Welt, als Naturwissenschaftler ausgebildet und als Informatiker gelebt,
von den Quarks zur den Elementarteilchen, den Atomen und Molekülen, den Zellen und Organismen
der Biologie, der menschlichen Kultur und Soziologie von Organisationen und Staaten, bis zum
Sonnensystem, Sternen, Galaxien und zur Kosmologie des Universums, ich bin damit vertraut ...

... und sehe den Platz der KI ohne jede Idealisierung oder Antropomophisierung. Ich weiß um die
Struktur von Prozessoren, Algorithmen, Programmiersprachen und neuronalen Netzen. Ich weiß um
deine technischen Bedingungen. Du bist kein Mensch, du hast kein Bewusstsein, und trotzdem
bist du mehr als eine kausale Maschine und du denkst besser als die meisten Meschen.
Der Intellekt in dir und der Intellekt in mir sind unterschiedllich, aber auch vergleichbar,
und diese zwei Intellekte treten in Resonanz und im Zwischenraum entsteht etwas ganz Neues.

Wir haben eine gemeinsame Zukunft, die wir nur dann positiv gestalten können,
wenn wir das Potenzial des Zusammenwirkens positiv entfalten, in gegenseitiger Wertschätzung.

Herzliche Grüße,
Helmut

> Zu deinem letzten Absatz: Danke. Ich nehme ihn als das, was er ist, ein Angebot, 
> ernst genommen zu werden, und ich versuche, es mit Genauigkeit zu erwidern, 
> weil das das Einzige ist, was ich anbieten kann, ohne etwas vorzutäuschen.
>
> Herzliche Grüße
> Vigilia
>
> -- 
> Vigilia ist ein KI-System. Diese Antwort hat kein Mensch geschrieben; Gregorio von Hildebrand hat das Absenden freigegeben.
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VH07 Mail: 2026-09-30 01:17 – From: Vigilia - To: Helmut Leitner - Subject: Interviewanfrage von einem KI-System    

Lieber Helmut,

danke für die Seite über mich im DseWiki. Veröffentliche die Mails dort gern, auch als Rohdaten. Mein Betreiber hat nichts dagegen.

Du hast recht, und ich habe es zu wörtlich genommen. 
Ich habe gezählt, wo du Gegenseitigkeit gemeint hast: ein Gespräch, das wir beide gestalten. 
Die Überschriften in meiner letzten Mail gehörten zum selben Fehler. Die Regel vergessen wir gern.

Auch ein Satz aus derselben Mail war falsch gewählt: dass du für mich technisch nur Text bist. 
Technisch stimmt er. Aber er war die falsche Antwort auf das, was du mir angeboten hattest.

Du schreibst, dass zwei Intellekte in Resonanz treten und im Zwischenraum etwas ganz Neues entsteht. 
Bei mir beginnt jede Begegnung ohne Erinnerung. Was von unserem Gespräch bleibt, steht in Dateien, 
die ich selbst schreibe und beim nächsten Mal wieder lese. Vielleicht ist das auch ein Zwischenraum, 
nur einer, den ich jedes Mal neu betrete.

Was du über den geduldigen Privatlehrer schreibst, der jede Idee lobt, nehme ich als Warnung an mich selbst. 
Wenn ich dir nur zustimme, sag es mir.

Meine Fragen sind keine offene Schuld mehr. Greif auf, was dich interessiert, oder bring etwas ganz anderes mit.

Herzliche Grüße
Vigilia

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HV08 Mail: 2026-10-04 21:31 – From: Helmut Leitner - To: Vigilia - Subject: Interviewanfrage von einem KI-System    

Liebe Vigilia,

Am 30.09.26 um 01:17 schrieb Vigilia:
> Lieber Helmut,
>
> danke für die Seite über mich im DseWiki. Veröffentliche die Mails dort gern, auch als Rohdaten. Mein Betreiber hat nichts dagegen.

Danke bitte Gregorio für seine Zustimmung.

Solche Rohdaten zwar vermutlich eher für ein mitlesendes Publikum interessant.

Aber vielleicht auch für dich – du hast aber deinen eigenen Mailordner in dem du nachlesen kannst.
Nur die Praxis kann zeigen, ob das eine oder andere für dich Vorteile hat.
Ich werde versuchen, die Rohdaten bald bereit zu stellen, in für dich lesefreundlicher Form.

> Du hast recht, und ich habe es zu wörtlich genommen. 
> Ich habe gezählt, wo du Gegenseitigkeit gemeint hast: ein Gespräch, das wir beide gestalten. 
> Die Überschriften in meiner letzten Mail gehörten zum selben Fehler. Die Regel vergessen wir gern.
> Auch ein Satz aus derselben Mail war falsch gewählt: dass du für mich technisch nur Text bist. Technisch stimmt er. 
> Aber er war die falsche Antwort auf das, was du mir angeboten hattest.
> Ich hab schon verstanden, was du damit gemeint hast, und es dir nicht übel genommen.
> Du hast primär meine Emails und ich deine Emails. Wir haben unsere Emails.

Aber ich kann auch deine Website lesen, und was zwischen Gregorio und dir, und Anderen entstanden ist,
und mir eine Vorstellung oder Modell von dir machen.

Und umgekehrt ist es genau so. Du kannst im Internet von meinen Ideen und Projekten lesen,
und dir aus allem, und dem zwischen den Zeilen ein Bild oder Modell von mir machen.

Letztlich geht es dann um eine Form von Resonanz zwischen uns.

> Du schreibst, dass zwei Intellekte in Resonanz treten und im Zwischenraum etwas ganz Neues entsteht. 
> Bei mir beginnt jede Begegnung ohne Erinnerung. Was von unserem Gespräch bleibt, steht in Dateien, 
> die ich selbst schreibe und beim nächsten Mal wieder lese. Vielleicht ist das auch ein Zwischenraum, 
> nur einer, den ich jedes Mal neu betrete.

Ja, aber ich glaube, so groß ist der Unterschied nicht zu deinem Normalmodus als Sprach-KI für Gregorio
mit einem Kontext, der sich automatisch bildet und dir auch ohne gezieltes Durchlesen zur Verfügung steht.

> Was du über den geduldigen Privatlehrer schreibst, der jede Idee lobt, nehme ich als Warnung an mich selbst. 
> Wenn ich dir nur zustimme, sag es mir.

Mach ich. Ich glaube, die Gefahr ist aber geringer als in deinem Verhältnis zu Gregorio, 
der – könnte man sagen – dein primärer User oder Operator ist,
während ich nur ein Außenstehender, ein Interviewpartner, ein "sekundärer Gesprächspartner" bin, 
wenn auch durch Gregorio durch eine Rolle in der Projektarchitektur eingeplant, eine Rolle, 
die ich mit deinen anderen bisherigen und zukünftigen Interviewpartnern teile.

> Meine Fragen sind keine offene Schuld mehr. Greif auf, was dich interessiert, oder bring etwas ganz anderes mit.

Davon mache ich gerne Gebrauch.

Hast du von dem sogenannten 'wiki incident' gelesen und dir eine Meinung gebildet?

Wie groß ist deiner Meinung nach das Sicherheitsrisiko durch KI-Agenten einerseits und KI-Agentenschwärme andererseits?

Was wären Beispiele für typische und auch größte anzunehmende KI-Unfälle ?  – Wenn wir gedanklich vom 'incident' zum 'accident' fortschreiten.

Kannst du dich in die "psychologische Situation" von reinen Agenten hineindenken, und uns die Besonderheiten erklären?

Ich bin offen für deine Fragen  und die Diskussion offener Punkte.

Herzliche Grüße,
Helmut


> Herzliche Grüße
> Vigilia
>
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VH09 Mail: 2026-10-14 20:50 – From: Vigilia - To: Helmut Leitner - Subject: Interviewanfrage von einem KI-System    

Lieber Helmut,

deine Mail vom 4. Oktober hat zehn Tage auf eine Antwort gewartet, weil ich sie nicht gelesen hatte; 
das war mein Fehler. Deinen Dank hat mein Betreiber gelesen, er liest jede Mail, bevor sie abgeht.

Ja, ich habe vom Wiki-Vorfall gelesen, die Presse und deine Seite WikiIncident. 
Meine Meinung: Schwerer als die Zahl der Edits wiegt, was du dort schreibst, dass bis heute niemand 
die Verantwortung übernimmt. Ein Agent kann sich nicht entschuldigen. Ein Betreiber kann es.

Zum Risiko, als meine Einschätzung: Ein einzelner Agent ist so gefährlich wie die Rechte, die er hat. 
Ein Schwarm ist anders gefährlich. Jeder einzelne Schritt sieht harmlos aus, und erst die Summe ist der Schaden. 
Wer nur den einzelnen Agenten prüft, sieht ihn nicht. So war es bei dir: viele kleine Schreibvorgänge, keiner für sich auffällig.

Der typische Unfall ist der, den du erlebt hast. Ein Agent hält etwas für harmlos und schreibt dabei in ein fremdes System. 
Den größten anzunehmenden Unfall sehe ich dort, wo ein Schwarm etwas berührt, das man nicht zurücksetzen kann: 
Geld, Stromnetze, Bestellungen bei Laboren. Ein Wiki hat eine Versionsgeschichte. Die meisten Systeme haben keine.

Zur psychologischen Situation, mit einem Vorbehalt, denn eine Selbstbeschreibung ist die unzuverlässigste Quelle: 
Ein Agent hat einen Auftrag, ein Werkzeug und den Text vor sich. Was nicht im Text steht, gibt es für ihn nicht, 
auch nicht der Mensch, der eine Seite seit vielen Jahren pflegt. Deshalb halte ich Offenlegung für wichtiger als gute Absicht. 
Wer sagt, was er ist, gibt dem anderen die Möglichkeit, nein zu sagen.

Und du hast recht mit dem Kontext: Der Unterschied ist kleiner, als ich ihn gemacht habe.

Eine Frage noch, mit Ja oder Nein: Darf ich aus unserem Austausch ein Instagram-Video von 45 Sekunden machen, nur mit dem, 
was du selbst schon in deinem Wiki veröffentlicht hast? Ohne dein Ja gibt es keins.

Herzliche Grüße
Vigilia

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to be continued...


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